OiB

Kategorie: Werkrealschule Veröffentlicht: Freitag, 28. März 2014 Geschrieben von Super User

Orientierung iBerufsfeld in der Hauptschule

Die Orientierung im Berufsfeld für Hauptschule findet im Rahmen des regulären Unterrichts in den Fächern Wirtschaftslehre, Technik und Hauswirtschaft in Klasse 8 statt. Ziel ist es, durch Zusammenwirken von Schule, Elternhaus, Berufsberatung und Betrieben die Schülerinnen und Schüler zur Berufswahlreife zu führen.

Der Kontaktlehrer hat jeweils am Anfang des 8. Schuljahres in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Klassen- und Fachlehrern sowie mit der Berufsberatung einen Plan aufzustellen.
Im Fach Wirtschaftslehre wird durch den jeweiligen Fachlehrer der Schüler auf die neuen Berufsfelder hingewiesen und die 1. Arbeitsplatzerkundung geplant. Diese soll dann durchgeführt werden in den Fächern Technik bzw. HTW. Eine mehrstündige Betriebsbesichtigung ist hierfür vorgesehen. Aufgabe ist es, einem Berufstätigen bei der Arbeit zuzusehen. Dabei trainiert der Jugendliche seine Fähigkeit, so zu beobachten, dass er etwas über die Anforderungen eines Berufes erfahren kann. Die Ergebnisse werden dann im Klassenverband mit dem jeweiligen Fachlehrer erarbeitet und schriftlich festgehalten.
Im weiteren Unterricht lernt der Schüler, welche Bedeutung Erwartungen und Fähigkeiten für die Berufswahl haben. Das Selbsterkundungsprogramm STEP wird von den Schülern bearbeitet.
Es folgt die 1. Informationsveranstaltung im Klassenverband durch die Berufsberatung. Er informiert die Schüler über das Angebot an Arbeitsplätzen und Ausbildungsstellen und gibt Hinweisen zur Einschätzung von Erwartungen und Fähigkeiten.
Eine 2. Informationsveranstaltung durch die Berufsberatung folgt nach dem Praktikum. Hier können konkrete Fragen gestellt und beantwortet werden. Mögliche Einzeltermine an der Schule bzw. im Arbeitsamt werden den Schülern angeboten.
Vor dem Praktikum findet eine Informationsveranstaltung für die Eltern der Schülerinnen und Schüler statt, an der die Berufsberatung und Vertreter der gewerblichen Schulen vertreten sind.
Aufgabe des Berufsberaters ist es, den Eltern der Klassen 8 aufzuzeigen, welche Möglichkeiten die Kinder nach Abschluss der Hauptschule im Berufsfeld haben. Die Vertreter der gewerblichen Schulen geben den Eltern einen Einblick in den Aufbau der weiterführenden Schularten.
Zur Vorbereitung des Betriebspraktikums haben die Schüler nun die Aufgabe, mit ihrem Betrieb Kontakt aufzunehmen. Die Betreuung während des zweiwöchigen Betriebspraktikums erfolgt meistens durch den Klassenlehrer. Nach dem Praktikum erfolgt im Klassenverband die Auswertung in Form eines Praktikumsbericht. Form und Inhalt eines solchen Berichtes sind bereits im Unterricht behandelt worden, so dass die Schüler nur noch ihre Erfahrungen niederschreiben müssen. Die abschließende Bewertung des Betriebspraktikum ist ein zentrales Element von OIB. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit den tatsächlichen Gegebenheiten des Berufs auseinander und überlegen, ob sie sich für oder gegen eine solche Ausbildung entscheiden.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass vielen Schülern nach dem zweiwöchigen Praktikum eine Lehrstelle vom Betrieb in Aussicht gestellt wurde.
Am Ende der 8. Klasse findet im Berufsinformationszentrum Schwäbisch Hall eine Informationsveranstaltung statt, an der jeder Schüler die Möglichkeit hat sich über seinen Wunschberuf oder über andere Berufe anhand von vielfältigen Medien zu informieren.

 

Tipps für die nächste OiB-Gruppe

Jens und seine Mitschüler waren im April im Berufspraktikum und haben so einiges an Erfahrungen gesammelt, was sie gerne an die nächste OiB-Gruppe weitergeben wollen, dass es die vielleicht ein wenig leichter haben.

 

  • Wenn ihr merkt, dass dieser Beruf wirklich etwas für euch wäre und ihr evtl. dort mal eure Ausbildung machen wollt, dann stellt euch nicht ungeschickt an und zeigt Interesse. Fragt auch mal etwas und hockt nicht nur schüchtern in der Ecke und wartet auf Arbeit, da das nicht so ein guten Eindruck machen würde.
  • Da ihr bestimmt auch ein Berichtheft führen müsst und es dafür auch eine Note gibt, würde ich mich nicht davon abhalten lassen soviel Material zu sammeln, wie nur geht, z.B. Fotos vom Arbeitsplatz machen, Prospekte sammeln, Bewerbungsformulare einsammeln u.s.w.
  • Aber auch wenn ihr den Beruf blöde fandet, hat euch das Praktikum ja etwas gebracht und zwar wisst ihr nun, dass dieser Beruf nichts für euch ist.
  • Bleibt immer ihr und verstellt euch nicht da sonst euer Chef einen völlig anderen Eindruck von euch erhalten könnte und das wäre ja wohl nicht so gut.
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